... erfahren ebenso wenig wie die Teilnehmer er Aktion !
Es wird weiterhin verschwiegen und ignoriert !!!
Bald jährt sich der Tag, an dem über 20.000 Menschen dem Aufruf der Aktion Kunststimmen-gegen-Armut zum Thema „Neue Armut in Deutschland“ gefolgt sind und Kunstwerke, sowie ein Begleitschreiben an Frau Bundeskanzerlin Angela Merkel gesendet haben.
Die Auskünfte bezüglich der Höhe der Eingänge sind äußerst undurchsichtig und ebenso verwirrend.
War man am Stichtag der Aktion, dem 15.Nov. 2007 im Kanzleramt sichtlich überfordert mit der Flut an Paketen und dem, was da geschah (Herr H. Lorscheid, Journalist, war selber vor Ort) gab Regierungssprecher Brücher am 19.Nov.2007 folgende schriftl. Auskunft:
...
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne beantworte!
Bislang sind mehr als 20.000 Kunstwerke unterschiedlicher Art und Qualität im Bundeskanzleramt eingegangen.
Die Kunstwerke werden derzeit sicher eingelagert. Über ihren weiteren Verbleib ist noch nicht entschieden.
Selbstverständlich können wir nicht allen 20.000 Einsendern antworten. In den meisten Fällen handelt es sich offenbar ohnehin nicht um persönliche Anschreiben sondern um den offenen Brief der Initative. Individuell gefasste Schreiben erhalten selbstverständlich eine Antwort vom Bundeskanzleramt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Brücher
Chef vom Dienst
Merkwürdigerweise war Regierungssprecher Wilhelm in der Regierungspressekonferenz davon nichts bekannt:
Frage: Ich möchte gerne wissen, was mit den Einsendungen der Initiative "Kunststimmen gegen Armut" passiert ist. Ich habe heute eine Pressemitteilung bekommen, die besagt, dass über 20.000 Werke eingegangen sein sollen. Wo deponieren Sie die? Laut Bundespresseamt - das ist in der Pressemitteilung heute zitiert worden - seien diese tollen Geschenke für die Kanzlerin angekommen. Sie wissen nichts darüber?
STS Wilhelm: Ich kann Ihnen das jetzt zumindest nicht aus dem Stand beantworten. Ich denke aber, dass das - Herr Brücher nickt -
gleich nachgereicht wird - vielleicht sogar jetzt, wenn Sie es wissen, Herr Brücher. Ich weiß es jedenfalls nicht, tut mir leid.
Frage: Zu dem gleichen Thema: Die Zahl 20.000 ist mir gestern sowohl aus dem Kanzleramt als auch vom CvD des Bundespresseamtes bestätigt worden. Ich bin jetzt etwas erstaunt, dass Sie das nicht wissen.
STS Wilhelm: Damit muss ich dann leben - nobody is perfect.
Ebenso war dies Thema der Regierungspressekonferenz vom 11.12.2007
Frage: Der Bundeskanzleramtsleiter soll Andreas Brücher bestätigt haben,
dass eine Anfrage von einem fraktionslosen Bundestagsabgeordneten zu der
*Initiative "Kunststimmen gegen Armut"* eingegangen sei. Er sagte mir,
dass die Kanzlerin auch in Kenntnis gesetzt worden sei. Können Sie das
bestätigen, Herr Wilhelm?
STS Wilhelm: Sie sprechen die Frage einer Aktion an, die, glaube ich,
mit sehr vielen Einsendungen verbunden war.
Zuruf: Ungefähr 20.000 Stück!
STS Wilhelm: Richtig. Diese gingen ein.
Zusatzfrage: Ist das auch in das Bewusstsein der Kanzlerin eingegangen?
STS Wilhelm: Ja, selbstverständlich. Die Bundeskanzlerin hat natürlich
Kenntnis davon, dass es diese Aktion gab und dass es in der
Größenordnung von vielen Tausend Einsendungen Post an das Kanzleramt gab.
Zusatzfrage: Haben sie schon einen Gedankenaustausch darüber geführt,
was sie sich eventuell vorstellen kann, oder bleibt das erst einmal bis
März 2008 liegen?
STS Wilhelm: Ich weiß nicht, ob es nur diese beiden Alternativen gibt,
aber ich habe mit der Bundeskanzlerin persönlich noch nicht darüber
gesprochen
Protokoll
http://www.bundesregierung.de/nn_1516/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2007/12/2007-12-11-regpk.html
Unheimliche Stille im Bundeskanzleramt. Thomas de Maizière lässt lieber die Post im Dunkel des Kellers vergraben. Während die Zahl von 20000 Einsendungen von ersterer Stelle genannt wird, spielt er die Zahl auf 12000 Briefe und lediglich 90 Bilder und Objekte herunter. Eins weiß de Maizière jedoch ganz sicher: Eine Ausstellung der Kunst sei nicht vorgesehen.
Aber die Zahl wurde noch weiter minimiert....
In einer Anfrage von Frau Dr. L. Joachimsen
Wieder neue Zahlen Nur noch 100 Kunstwerke ....
aus der Antwort vom März auf die Kleine Anfrage von L. Jochimsen
siehe:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/085/1608593.pdf
BT Drs 16/8593
In der Tat hat sogar der Bundestagspräsident Lammert auf Initiative von Frau Dr. Jochimsen das Projekt auf die Tagesordnung gesetzt. Das ändert zwar erst einmal nichts an dem für uns weiterhin beschämenden Umgang des Bundeskanzleramtes mit den Einsendungen, könnte
aber dazu führen, dass wenigstens einige der Kunstwerke in absehbarer Zeit im Bundestag ausgestellt werden.
Nicht nur Aufgrund der sehr unterschiedlichen Aussagen der Regierungssprecher, sondern auch, dass innerhalb eines ganzen Jahres weder eine Stellungnahme (wie ja eigentlich schon am 20.11. von Herrn Brücher mitgeteilt) von Frau Merkel, noch Informationen zu dem weiteren Verbleib, bzw. über die Verwendung der Kunstwerke, verwundert sehr!
Mögliche Einnahmen aus evt. bundesweiten Ausstellungen hätten längst finanzielle Unterstützungen von „Tafeln“ oder anderen Einrichtungen führen können.
Alle Schreiben und Emails liegen den Initiatoren im Original vor und können auf Wunsch vorgelegt werden. Auch die umfangreiche Teilnehmerliste kann eingesehen werden.
Wird den oben angeführten Personen unterstellt Sie hätten falsche Angaben gemacht?
Oder wie erklärt sich der wundersame Schwund der Kunstwerke?
Wir stellen weiterhin Anfragen, die jedoch unbeantwortet bleiben !!!!
Herzliche Grüße
Kunststimmen-gegen-armut.de